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Viele denken beim Gießen nach dem Motto: „Viel hilft viel.“ Doch gerade im Sommer entscheidet nicht allein die Wassermenge darüber, wie gut Pflanzen, Gemüse und Rasen mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Viel wichtiger ist, wann, wie und wo das Wasser ausgebracht wird. Statt häufig nur oberflächlich zu gießen, sollte das Wasser möglichst gezielt und ausreichend tief in den Boden gelangen. So steht es dort zur Verfügung, wo es gebraucht wird: an den Wurzeln. Deshalb gilt bei der Gartenbewässerung vor allem: Nicht möglichst oft gießen, sondern zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Menge und möglichst gezielt.
Wer richtig bewässert, kann außerdem Wasser sparen und sich selbst viel Arbeit ersparen. Statt täglich schwere Gießkannen durch den Garten zu tragen, helfen Gartenschläuche, Brausen und Regner dabei, größere Flächen gezielt und komfortabel mit Wasser zu versorgen.
Warum ist die richtige Bewässerung so wichtig?
Wasser ist für Pflanzen lebensnotwendig. Sie benötigen es unter anderem, um Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen und zu transportieren. Gerade an heißen Sommertagen verliert der Boden jedoch schnell Feuchtigkeit.
Das bedeutet aber nicht, dass du automatisch jeden Tag zur Gießkanne oder zum Gartenschlauch greifen solltest. Denn eine trockene Oberfläche sagt noch nicht unbedingt etwas darüber aus, wie feucht die Erde im Wurzelbereich ist.
Prüfe zuerst den Boden
Eine einfache Möglichkeit ist die Fingerprobe: Stecke deinen Finger etwa ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich die Erde dort noch feucht an und bleibt etwas Erde am Finger haften, musst du in der Regel noch nicht sofort gießen. Ist die Erde dagegen auch unterhalb der Oberfläche trocken, kann es Zeit zum Bewässern sein.
Prüfe anschließend die Blätter
Auch deine Pflanzen selbst geben Hinweise darauf, ob ihnen Wasser fehlt. Achte dabei besonders auf folgende Anzeichen:
- Hängende oder schlaffe Blätter
- Eingerollte oder runzlige Blätter bei manchen Pflanzenarten
- Blasse oder stumpf wirkende Blattfarben
Diese Anzeichen müssen nicht immer automatisch Wassermangel bedeuten. Berücksichtige deshalb zusätzlich Pflanzenart, Standort, Wetter und die tatsächliche Feuchtigkeit im Boden.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen?
Nicht nur die Wassermenge, sondern auch die Tageszeit spielt bei der Gartenbewässerung eine wichtige Rolle. Besonders im Sommer macht es einen Unterschied, ob du morgens, mittags oder abends gießt.
- Früh am Morgen: Der Morgen ist in der Regel die beste Zeit zum Gießen. Boden und Luft sind noch vergleichsweise kühl, sodass weniger Wasser verdunstet. Das Wasser hat dadurch mehr Zeit, in den Boden einzudringen und die Wurzeln zu erreichen.
- Am Abend: Wer morgens keine Möglichkeit zum Gießen hat, kann alternativ am Abend bewässern. Allerdings bleiben Boden und Pflanzen über Nacht länger feucht. Bei empfindlichen Pflanzen sollte deshalb möglichst darauf geachtet werden, die Blätter trocken zu halten, da anhaltende Feuchtigkeit Pilzkrankheiten begünstigen kann.
Achtung nie bei praller Mittagsonne gießen: Das Wasser verdunstet durch die Hitze besonders schnell. Dadurch geht unnötig Wasser verloren und weniger davon erreicht die Wurzeln. Auch die Blätter sollten möglichst trocken bleiben, da Wassertropfen in Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung zu Verbrennungsschäden führen können.
Als einfache Faustregel gilt: Wenn möglich morgens gießen, bei Bedarf auf den Abend ausweichen und die heiße Mittagssonne vermeiden.
Ralf Dammaschs Expertentipp
„Beim Gießen müsst ihr auch ein bisschen auf eure Pflanzen hören und mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln, was sie wirklich brauchen. Schaut euch die Blätter an, fühlt den Boden und greift nicht automatisch jeden Tag zum Gartenschlauch. Zu viel Wasser tut den Pflanzen nämlich auch nicht gut."
Pflanzen und auch den Rasen könnt ihr ruhig mal ein wenig ,,stressen". Wenn ihr ein paar Tage nicht gießt, müssen die Wurzeln dem Wasser hinterher und wachsen tiefer in den Boden. So entwickeln sich kräftigere und längere Wurzeln und die Pflanze kann sich später besser selbst mit Wasser versorgen. Man muss also nicht immer sofort eingreifen.
Ein Tipp, der oft unterschätzt wird, bei dem ich aber auch in meinem eigenen Garten immer wieder merke, was für einen Unterschied er macht: „Einmal hacken spart dreimal gießen.“ Wenn ihr die obere Bodenschicht regelmäßig vorsichtig auflockert, wird weniger Feuchtigkeit aus dem Boden an die Oberfläche transportiert und kann dadurch auch weniger schnell verdunsten. Gleichzeitig entfernt ihr Unkraut, das euren Pflanzen sonst zusätzlich Wasser und Nährstoffe wegnimmt. Gerade an heißen Tagen kann das einen spürbaren Unterschied machen.
Gießt deshalb lieber einmal richtig und wartet – je nach Wetter – einige Tage, bevor ihr erneut bewässert.“
Gezielt die Pflanze statt die gesamte Fläche bewässern
Ein weiterer häufiger Fehler ist, einfach die komplette Fläche zu bewässern. Das ist nicht immer sinnvoll.
Denn Wasser, das zwischen den Pflanzen landet, steht unter Umständen auch dem Unkraut zur Verfügung oder verdunstet, ohne die gewünschten Pflanzen ausreichend zu erreichen.
Versuche deshalb möglichst wurzelnah zu bewässern. Dort kann das Wasser direkt in den Boden einsickern und die Wurzeln erreichen.
Bei einzelnen Pflanzen können beispielsweise kleine Gießränder angelegt werden. Das Wasser sammelt sich dadurch rund um die Pflanze und kann gezielt in den Wurzelbereich einsickern.
Auch das Laub muss nicht bei jedem Gießen mitbewässert werden. Gerade bei empfindlichen Pflanzen wie Tomaten ist es sinnvoll, möglichst direkt am Boden zu gießen und die Blätter trocken zu halten. Dauerhaft feuchtes Laub kann die Entstehung bestimmter Pilzkrankheiten begünstigen.
Eine zusätzliche Mulchschicht kann außerdem dabei helfen, die Verdunstung an der Bodenoberfläche zu reduzieren und die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.
Nicht jede Pflanze braucht gleich viel Wasser
Beim Gießen gibt es keine Lösung, die für jede Pflanze gleichermaßen funktioniert. Manche Pflanzen kommen problemlos mit trockeneren Phasen zurecht, während andere eine gleichmäßigere Wasserversorgung benötigen.
Mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian sind beispielsweise an trockenere Bedingungen angepasst. Gemüsearten wie Gurken oder Salate benötigen dagegen in der Regel eine gleichmäßigere Versorgung mit Wasser.
Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Pflanzen in voller Sonne sind einer stärkeren Verdunstung ausgesetzt als Pflanzen an einem schattigeren Standort. Kübel und Hochbeete können ebenfalls schneller austrocknen als gewachsene Gartenböden, da ihnen weniger Erdvolumen als Wasserspeicher zur Verfügung steht.
Besondere Aufmerksamkeit benötigen außerdem junge und frisch gesetzte Pflanzen. Ihr Wurzelsystem ist noch nicht so weit entwickelt, weshalb sie Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten häufig noch nicht so gut erreichen können.
Deshalb solltest du die Bewässerung immer an Pflanzenart, Standort, Boden und Wetter anpassen.
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Zum ProduktMit den richtigen Bewässerungshelfern wird Gießen einfacher
Ob kleiner Garten, große Rasenfläche oder einzelne Beete: Die Bewässerung sollte zu deinem Garten und deinem Bedarf passen. Für kurze Wege reicht oft ein kompakter Gartenschlauch oder eine Gießkanne, während bei größeren Flächen ein längerer Schlauch mit passenden Anschlüssen und einer Brause die Arbeit deutlich erleichtert. Regner übernehmen die Bewässerung größerer Rasen- und Beetflächen und eine passende Schlauchhalterung sorgt dafür, dass alles ordentlich und schnell griffbereit bleibt.
Dabei spielt auch die Qualität der Bewässerungshelfer eine wichtige Rolle. Schläuche sollten robust sein und nicht schnell knicken oder undicht werden, Anschlüsse zuverlässig halten und Brausen sowie Regner auch nach vielen Einsätzen einwandfrei funktionieren.
Wähle deine Bewässerungshelfer deshalb passend zu Gartengröße und Anwendung. Denn die richtige Ausstattung bedeutet am Ende vor allem: weniger Schleppen, weniger Aufwand und mehr Zeit für deinen Garten.
Fazit: Richtig gießen statt einfach mehr gießen
Bei der Gartenbewässerung kommt es nicht darauf an, möglichst viel oder möglichst häufig zu gießen. Entscheidend ist, das Wasser zur richtigen Zeit, in der passenden Menge und möglichst gezielt an die Wurzeln zu bringen.
Prüfe deshalb zuerst die Bodenfeuchtigkeit, gieße wenn möglich am Morgen und passe die Bewässerung an Pflanzenart, Standort und Wetter an. Auch beim Rasen gilt: Lieber gründlich bewässern, statt die Oberfläche ständig nur kurz anzufeuchten.
Und bei größeren Flächen muss niemand jeden Liter Wasser mit der Gießkanne durch den Garten tragen. Mit Gartenschlauch, Brause und Regner lässt sich die Bewässerung komfortabler gestalten.
Kurz gesagt: Erst prüfen, dann gezielt und gründlich gießen. So kommt das Wasser dort an, wo es wirklich gebraucht wird – und die Gartenarbeit wird gleichzeitig ein gutes Stück einfacher.
Häufige Fragen zur Gartenbewässerung
Wie erkenne ich, ob meine Pflanzen Wasser brauchen?
Eine einfache Möglichkeit ist die Fingerprobe. Stecke deinen Finger ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde. Ist die Erde auch dort trocken, kann es Zeit zum Gießen sein. Eine trockene Oberfläche allein bedeutet dagegen nicht automatisch, dass die Pflanze Wasser benötigt.
Ist tägliches Gießen sinnvoll?
Nicht grundsätzlich. Bei vielen etablierten Gartenpflanzen ist es sinnvoller, seltener und dafür gründlicher zu bewässern. Junge oder frisch gesetzte Pflanzen sowie bestimmte Gemüsearten können dagegen eine gleichmäßigere Wasserversorgung benötigen.
Sollte man Pflanzen direkt an der Wurzel gießen?
Wenn möglich, sollte das Wasser möglichst gezielt in den Wurzelbereich gelangen. Dadurch wird weniger Wasser auf unbepflanzten Flächen verteilt und die Blätter bleiben trocken. Gerade bei Pflanzen wie Tomaten kann das von Vorteil sein.
Warum kann Hacken beim Wassersparen helfen?
Durch das Auflockern der obersten Bodenschicht werden feine Strukturen unterbrochen, über die Feuchtigkeit zur Oberfläche gelangen und dort verdunsten kann. Gleichzeitig wird Unkraut entfernt, das mit den Gartenpflanzen um Wasser konkurriert.

